Kurz gesagt
JPG für Fotos, PNG für Grafik, Transparenz und verlustfreie Qualität. Beide Zielformate sind viel kleiner als eine BMP. JPG komprimiert verlustbehaftet und wird bei Fotos winzig, kann aber keine Transparenz und erzeugt an scharfen Kanten Artefakte. PNG bleibt verlustfrei, kann echte Transparenz und ist bei Grafiken, Logos und Screenshots mit Text die bessere Wahl, dafür meist etwas größer als JPG. Entscheide nach Bildinhalt, nicht nach Gefühl.
Wer eine BMP loswerden will, hat zwei gängige Ziele: JPG oder PNG. Beide lösen das Hauptproblem der BMP, nämlich ihre enorme Dateigröße, aber auf sehr unterschiedliche Weise. Die falsche Wahl führt entweder zu unnötig großen Dateien oder zu sichtbaren Qualitätsproblemen. Dieser Ratgeber zeigt, wie sich JPG und PNG unterscheiden, gibt eine klare Entscheidungstabelle und nennt konkrete Beispiele, damit du beim nächsten Mal sofort weißt, welches Format passt.
Die Ausgangslage: warum man BMP überhaupt umwandelt
Eine BMP speichert jeden Pixel einzeln und unkomprimiert. Das ist verlustfrei, macht die Datei aber riesig: Ein Full-HD-Bild belegt als 24-Bit-BMP rund 6 MB. Zum Versenden, Hochladen oder Einbinden auf einer Website ist das viel zu groß, und viele Browser und Plattformen zeigen BMP nicht einmal direkt an. Sowohl JPG als auch PNG schrumpfen die Datei drastisch und werden überall unterstützt. Die Frage ist nur: welches von beiden. Mehr zum Ausgangsformat steht im Ratgeber Was ist eine .bmp-Datei.
JPG: klein, verlustbehaftet, ideal für Fotos
JPG nutzt die verlustbehaftete DCT-Kompression. Es zerlegt das Bild in 8x8-Pixel-Blöcke und wirft feine Details weg, die das Auge kaum bemerkt. Bei Fotos mit weichen Farbverläufen funktioniert das hervorragend: Die Datei wird winzig, ohne sichtbar schlechter auszusehen. Die Schwächen von JPG sind harte Kanten und große einfarbige Flächen. Dort entstehen typische Artefakte: Schlieren um Text, Klötzchen an Kanten. Außerdem kann JPG keine Transparenz. Wandelt man eine BMP mit transparenten Bereichen in JPG, werden diese mit einer Hintergrundfarbe gefüllt, standardmäßig Weiß.
PNG: verlustfrei, mit Transparenz, ideal für Grafik
PNG komprimiert verlustfrei. Es bleibt jeder Pixel exakt erhalten, die Datei wird aber trotzdem deutlich kleiner als eine BMP, weil PNG Wiederholungen und Muster effizient packt. Besonders gut funktioniert das bei Bildern mit wenigen Farben und großen einfarbigen Flächen, etwa Logos, Diagrammen oder Screenshots. Der große Zusatzvorteil: PNG kann echte Transparenz über einen Alphakanal. Ein freigestelltes Logo behält damit seinen durchsichtigen Hintergrund. Der Nachteil gegenüber JPG: Bei klassischen Fotos ist PNG meist spürbar größer.
JPG gegen PNG im direkten Vergleich
| Eigenschaft | JPG | PNG |
|---|---|---|
| Kompression | verlustbehaftet (DCT) | verlustfrei |
| Transparenz | nein | ja (Alphakanal) |
| Größe bei Fotos | sehr klein | groß |
| Größe bei Grafik/Logo | mittel, mit Artefakten | klein und sauber |
| Scharfe Kanten/Text | unscharf, Artefakte | gestochen scharf |
| Mehrfaches Speichern | verschlechtert das Bild | unkritisch |
| Typischer Einsatz | Fotos, Web-Bilder | Grafik, Logo, Screenshot |
Entscheidungstabelle nach Bildinhalt
| Was zeigt das Bild? | Empfehlung |
|---|---|
| Foto, Landschaft, Porträt, Scan eines Fotos | JPG |
| Screenshot mit Text und Menüs | PNG |
| Logo, Icon, freigestellte Grafik | PNG (wegen Transparenz) |
| Diagramm, Strichzeichnung, Comic | PNG |
| Bild für E-Mail oder soziale Medien | JPG (kleinste Datei) |
| Verlustfreies Archiv ohne Transparenzbedarf | PNG |
Drei konkrete Beispiele
Beispiel 1: gescanntes Urlaubsfoto
Ein eingescanntes Foto besteht aus vielen weichen Farbübergängen und hat keine harten Kanten. Hier glänzt JPG: Die Datei wird winzig, der Verlust ist bei guter Qualität nicht zu sehen. PNG wäre hier unnötig groß. Klare Wahl: JPG.
Beispiel 2: Screenshot einer Tabelle
Ein Screenshot mit feinem Text, dünnen Linien und einfarbigem Hintergrund ist der klassische JPG-Albtraum: Um jeden Buchstaben entstehen Schlieren. PNG hält den Text gestochen scharf und ist bei so einem Inhalt sogar oft kleiner als JPG. Klare Wahl: PNG.
Beispiel 3: Firmenlogo mit transparentem Hintergrund
Soll das Logo auf verschiedenen Hintergründen sauber wirken, braucht es Transparenz. JPG kann das nicht, es würde den Hintergrund weiß füllen. Nur PNG transportiert den Alphakanal. Klare Wahl: PNG.
So wandelst du BMP in JPG um (Schritt für Schritt)
- Öffne den BMP-zu-JPG-Konverter auf bmp-jpg.de.
- Ziehe deine .bmp-Datei in das Feld. Es wird nichts hochgeladen, alles läuft lokal im Browser.
- Stelle die JPEG-Qualität ein, für Fotos sind 85 bis 92 Prozent ein guter Wert.
- Lade das fertige JPG herunter.
Brauchst du stattdessen PNG, weil Transparenz oder verlustfreie Schärfe wichtig sind, nutzt du einen BMP-zu-PNG-Konverter. Das Prinzip ist gleich: lokal im Browser, ohne Upload.
BMP jetzt in JPG umwandeln
Für Fotos die kleinste Datei, kostenlos und ohne Upload im Browser.
Zum KonverterHäufige Fragen
Soll ich BMP in PNG oder JPG umwandeln?
Für klassische Fotos ist JPG die beste Wahl, weil es am kleinsten ist. Für Grafiken, Logos, Screenshots mit Text oder wenn du Transparenz oder verlustfreie Qualität brauchst, ist PNG besser.
Ist PNG oder JPG kleiner?
Bei Fotos ist JPG meist deutlich kleiner als PNG. Bei Grafiken mit wenigen Farben und großen einfarbigen Flächen kann PNG kleiner sein. Beide sind viel kleiner als eine unkomprimierte BMP.
Welches Format ist verlustfrei, PNG oder JPG?
PNG ist verlustfrei, hier bleibt jeder Pixel erhalten. JPG ist verlustbehaftet, es wirft beim Speichern Details weg. Wer ein Bild ohne Qualitätsverlust will, nimmt PNG.
Kann nur PNG Transparenz?
Von den drei Formaten kann nur PNG Transparenz zuverlässig speichern. JPG kann gar keine Transparenz, BMP nur in der seltenen 32-Bit-Variante. Für transparente Logos oder Freisteller ist PNG das richtige Format.
Quellen und Methodik
- W3C: Portable Network Graphics (PNG) Specification, verlustfreie Kompression und Alphakanal.
- ISO/IEC 10918-1 (JPEG): verlustbehaftete DCT-Kompression.
- Microsoft: Bitmap-Speicherung (Win32-Dokumentation). Größenangaben sind gerundete Beispielwerte.