BMP-zu-JPGkonverter

Ratgeber · 10 Min. Lesezeit

Was ist eine .bmp-Datei? Format, Aufbau und Einsatz

Was ist eine .bmp-Datei? Microsofts Windows-Bitmap (DIB), ein einfaches Rasterformat, erklärt: Aufbau aus Datei-Header, DIB-Header, optionaler Farbpalette und rohem Pixel-Array mit Zeilen-Padding, die Farbtiefen von 1 bis 32 Bit, die Komprimierung BI_RGB und RLE, warum BMP so groß wird und wann sich das Format trotzdem lohnt.

Jan-Tristan Rudat
Jan-Tristan Rudat Veröffentlicht Geprüft

Kurz gesagt

Eine .bmp-Datei ist Microsofts Windows-Bitmap, ein einfaches Rasterformat, auch Device Independent Bitmap (DIB) genannt. Sie besteht aus einem Datei-Header, einem DIB-Info-Header, einer optionalen Farbpalette und einem rohen Pixel-Array, in dem jeder Bildpunkt direkt gespeichert wird. Im Standardmodus gibt es keine Komprimierung, deshalb ist BMP verlustfrei, aber sehr groß. Genutzt wird das Format vor allem als Zwischenformat unter Windows, in der Zwischenablage und in einfachen Systemen. Zum Teilen und für das Web wandelt man BMP meist in JPG oder PNG um.

Die Endung .bmp begegnet einem oft bei Screenshots, alten Programmen oder Scannern unter Windows. BMP gehört zu den ältesten Bildformaten überhaupt und ist bewusst simpel gehalten. Wer versteht, wie eine BMP aufgebaut ist, versteht auch, warum sie so groß wird, warum manche Varianten Probleme machen und wann sich das Format trotzdem lohnt. Dieser Ratgeber erklärt Definition, internen Aufbau, Farbtiefen, Komprimierung und Einsatz Schritt für Schritt.

Definition: BMP ist Microsofts Windows-Bitmap

BMP steht für Bitmap, also wörtlich eine Karte aus Bits, die jeden Bildpunkt einzeln beschreibt. Microsoft führte das Format mit den ersten Windows-Versionen Ende der 1980er Jahre ein. Technisch wird es auch als Device Independent Bitmap (DIB) bezeichnet, weil es Bilder geräteunabhängig speichert. Im Gegensatz zu komprimierten Formaten wie JPG ist BMP ein Rohformat: Es speichert die Pixel meist genau so, wie sie sind, ohne sie zu verkleinern. Das macht es einfach und verlustfrei, aber speicherhungrig.

Der innere Aufbau einer BMP-Datei

Eine BMP ist ein dokumentiertes Binärformat mit klar getrennten Abschnitten. Von vorne nach hinten sind das:

  • Datei-Header (BITMAPFILEHEADER): Beginnt mit den zwei Buchstaben BM, gefolgt von der Gesamtgröße der Datei und dem Versatz, ab dem die Pixeldaten beginnen. So weiß ein Programm sofort, dass es eine BMP vor sich hat und wo die Bilddaten anfangen.
  • DIB-Header (Info-Header): Enthält die eigentlichen Bildeigenschaften: Breite, Höhe, Anzahl der Farbebenen, Bit-Tiefe, Art der Komprimierung und die physische Auflösung in Pixeln pro Meter. Der häufigste Typ ist der BITMAPINFOHEADER mit 40 Byte.
  • Farbpalette (optional): Nur bei Bildern mit 8 Bit oder weniger. Statt für jeden Pixel die volle Farbe zu speichern, steht hier eine Tabelle der verwendeten Farben, und jeder Pixel verweist nur per Index darauf.
  • Pixel-Array: Die rohen Bilddaten. Bei 24 Bit stehen hier für jeden Pixel drei Byte für Blau, Grün und Rot, üblicherweise von unten nach oben gespeichert.

Eine technische Besonderheit ist das Zeilen-Padding: Jede Bildzeile wird auf ein Vielfaches von 4 Byte aufgefüllt. Wenn eine Zeile also nicht genau auf diese Grenze passt, fügt das Format ein paar leere Füllbyte hinzu. Das vereinfacht das Lesen für den Prozessor, vergrößert die Datei aber minimal und ist eine häufige Stolperfalle, wenn jemand eine eigene BMP-Routine programmiert.

Farbtiefen: von Schwarz-Weiß bis 32 Bit

Die Farbtiefe (Bit pro Pixel) bestimmt, wie viele Farben ein Bild darstellen kann. BMP unterstützt eine ganze Bandbreite:

Bit-Tiefe Farben Typischer Einsatz
1 Bit 2 (Schwarz/Weiß) Strichgrafik, Faxe, Masken
4 Bit 16 (Palette) alte Icons, einfache Grafiken
8 Bit 256 (Palette) Screenshots, Grafiken mit wenig Farben
16 Bit ca. 65.000 selten, Bitfeld-Varianten
24 Bit ca. 16,7 Mio (True Color) Standardfall, Fotos, Scans
32 Bit True Color plus Alphakanal selten, mit Transparenz

Der mit Abstand häufigste Fall sind 24-Bit-BMP (True Color) und 8-Bit-Palette-BMP, wie sie unter Windows aus Paint, Screenshots oder Scannern entstehen. Diese liest jeder gängige Bildbetrachter und auch jeder moderne Browser zuverlässig.

Komprimierung: meist gar keine

Im häufigsten Modus BI_RGB ist eine BMP komplett unkomprimiert: Jeder Pixel steht roh in der Datei. Das ist der Grund für die enorme Größe, aber auch für die verlustfreie Qualität. Daneben kennt das Format eine einfache Lauflängenkodierung, RLE4 und RLE8, die nur bei Paletten-Bildern greift und gleiche aufeinanderfolgende Pixel zusammenfasst. RLE wird in der Praxis kaum genutzt und nicht von jedem Programm unterstützt. Es gibt außerdem eine späte Variante (v5), die ein Farbprofil (ICC) einbetten kann, das ist aber die Ausnahme.

Exotische Varianten und warum sie Probleme machen

Neben dem Standardfall gibt es Sonderformen, die nicht jedes Programm und nicht jeder Browser sauber liest: die alten OS/2-BMP (v1 und v2) mit anderem Header, 16-Bit-Bitfeld-BMP, RLE-komprimierte Bilder und die seltenen CMYK-BMP. Wenn sich eine BMP also nicht öffnen oder umwandeln lässt, liegt es oft an einer solchen exotischen Variante. Die Lösung ist meist einfach: die Datei in einem Bildprogramm als Standard-24-Bit-BMP neu speichern. Konkrete Fehlerursachen behandelt der Ratgeber BMP vs JPG ebenso wie unsere Tool-Hinweise.

Warum BMP so groß wird

Die Größe einer unkomprimierten 24-Bit-BMP lässt sich leicht berechnen: Breite mal Höhe mal 3 Byte. Ein Full-HD-Bild mit 1920 mal 1080 Pixeln ergibt also rund 1920 x 1080 x 3 = etwa 6,2 Millionen Byte, also circa 6 MB. Ein 4000 mal 3000 Pixel großes Kamerafoto käme als BMP schon auf rund 36 MB. Genau dasselbe Bild als JPG liegt oft bei einem Bruchteil. Der Grund ist, dass BMP nichts wegwirft und nichts zusammenfasst, während JPG für das Auge unwichtige Details entfernt. Ausführlich rechnet das der Ratgeber Warum sind BMP-Dateien so groß vor.

Wo BMP trotzdem sinnvoll ist

Trotz seiner Größe hat BMP weiterhin Berechtigung. Es ist verlustfrei und damit gut als Zwischenformat während der Bearbeitung, wenn keine Kompression das Bild verschlechtern soll. Es ist trivial zu lesen und zu schreiben, weshalb es in der Windows-Zwischenablage und in einfachen oder eingebetteten Systemen ohne Bildbibliotheken vorkommt. Und es ist universell unter Windows. Für alles, was geteilt, hochgeladen oder ins Web gestellt wird, ist es dagegen die falsche Wahl, dort sind JPG oder PNG deutlich praktischer.

Wann BMP, wann JPG oder PNG?

Die Faustregel: BMP ist ein verlustfreies Arbeits- und Zwischenformat, kein Austauschformat. Sobald ein Bild fertig ist und weitergegeben oder gespeichert werden soll, wandelt man es um. JPG eignet sich für Fotos und macht die Datei winzig, PNG für Grafiken, Logos und Screenshots mit Text und kann Transparenz. Welches der beiden Zielformate passt, klärt der Vergleich BMP in PNG oder JPG.

Wie man eine BMP öffnet und umwandelt (Schritt für Schritt)

Ansehen kann man eine BMP überall: Unter Windows mit der Fotos-App oder Paint per Doppelklick, unter Mac mit der Vorschau. Zum Umwandeln in das handlichere JPG braucht man kein Programm:

  1. Öffne den BMP-zu-JPG-Konverter auf bmp-jpg.de.
  2. Ziehe deine .bmp- oder .dib-Datei in das Feld. Es wird nichts hochgeladen, alles läuft lokal im Browser.
  3. Stelle die JPEG-Qualität ein und lege bei Bedarf eine Hintergrundfarbe fest.
  4. Lade das fertige JPG herunter. Mehrere Dateien lassen sich gesammelt als ZIP speichern.

BMP jetzt umwandeln

Aus der großen BMP wird ein handliches JPG, kostenlos und ohne Upload im Browser.

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Häufige Fragen

Wofür steht die Endung .bmp?

BMP steht für Bitmap und ist Microsofts Windows-Bitmap-Format, oft auch Device Independent Bitmap (DIB) genannt. Es ist ein einfaches Rasterformat, das Bildpunkte meist unkomprimiert speichert.

Warum sind BMP-Dateien so groß?

Weil BMP im Standardmodus jeden einzelnen Pixel unkomprimiert ablegt. Ein 24-Bit-Full-HD-Bild belegt so rund 6 MB, während dasselbe Bild als JPG oft unter einem halben MB liegt.

Hat BMP Transparenz?

Im üblichen 24-Bit-Format nein. Nur die seltene 32-Bit-Variante kann einen Alphakanal enthalten, der aber nicht von allen Programmen einheitlich ausgewertet wird. Für verlässliche Transparenz nutzt man PNG.

Wie öffne und konvertiere ich eine BMP-Datei?

BMP öffnet jeder Bildbetrachter unter Windows und Mac. Zum Umwandeln in das handlichere JPG genügt ein Browser-Konverter wie bmp-jpg.de, der die Datei lokal liest, ganz ohne Upload und Installation.

Quellen und Methodik

  • Microsoft: BITMAPFILEHEADER, BITMAPINFOHEADER und Bitmap-Komprimierung (Win32-Dokumentation).
  • Microsoft: Device-Independent Bitmaps (DIB), Grundlagen und Headertypen.
  • Größenangaben sind gerundete Beispielwerte für 24-Bit-Bilder und können je nach Auflösung abweichen.

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