BMP-zu-JPGkonverter

Ratgeber · 9 Min. Lesezeit

BMP vs JPG: Unterschied, Qualität und wann was sinnvoll ist

BMP gegen JPG im Vergleich: BMP ist verlustfrei und groß, JPG verlustbehaftet und klein. Wie sich die Formate technisch unterscheiden, was beim Umwandeln mit der Qualität passiert und welches Format sich für Bearbeiten, Archiv, Teilen und Web eignet, mit Entscheidungstabelle.

Jan-Tristan Rudat
Jan-Tristan Rudat Veröffentlicht Geprüft

Kurz gesagt

BMP ist verlustfrei und groß, JPG ist verlustbehaftet und klein. Eine BMP speichert jeden Pixel einzeln und unkomprimiert, deshalb ist sie pixelgenau, aber riesig. JPG wirft beim Speichern für das Auge unwichtige Details weg und wird dadurch oft 90 Prozent kleiner, was sich aber nicht rückgängig machen lässt. Faustregel: Zum Bearbeiten und Archivieren BMP, zum Teilen, Versenden und fürs Web JPG. Beide kennen im Alltag keine Transparenz, dafür ist PNG zuständig.

BMP und JPG sind zwei der ältesten und bekanntesten Bildformate auf Windows-Rechnern, aber sie könnten kaum unterschiedlicher arbeiten. Wer einen Screenshot, einen Scan oder ein altes Bild vor sich hat, steht oft vor der Frage: Welches Format ist das richtige, und was passiert, wenn ich von einem ins andere umwandle? Dieser Vergleich erklärt die technischen Unterschiede ohne Fachchinesisch, zeigt mit Zahlen, wie groß der Größenunterschied wirklich ist, und gibt eine klare Entscheidungshilfe nach Anwendungsfall.

Der Kernunterschied in einem Satz

BMP (Windows Bitmap) ist ein verlustfreies Rasterformat: Es legt für jeden einzelnen Bildpunkt den genauen Farbwert ab, meist ohne jede Komprimierung. Es geht also nichts verloren, dafür ist die Datei so groß wie die Summe aller Pixel. JPG (oder JPEG) ist dagegen ein verlustbehaftetes Format: Es analysiert das Bild, entfernt gezielt feine Details, die das menschliche Auge ohnehin kaum wahrnimmt, und komprimiert den Rest stark. Das Ergebnis ist eine winzige Datei, deren Qualität sich aber nie wieder vollständig herstellen lässt. Alles Weitere folgt aus diesem einen Gegensatz: verlustfrei und groß gegen verlustbehaftet und klein.

BMP im Detail: einfach, verlustfrei, groß

BMP wurde von Microsoft für Windows entwickelt und ist bewusst simpel aufgebaut. Eine BMP besteht im Kern aus einem kleinen Datei-Header, einem Info-Header (dem DIB-Header) mit Breite, Höhe, Farbtiefe und Auflösung, einer optionalen Farbpalette und dem eigentlichen Pixel-Array. In diesem Array steht für jeden Bildpunkt direkt der Farbwert, bei 24 Bit also drei Byte für Rot, Grün und Blau. Eine Komprimierung gibt es im Standardmodus BI_RGB nicht.

Der Vorteil: Das Format ist trivial zu lesen und zu schreiben, jeder Pixel ist exakt erhalten, und es entstehen niemals Kompressionsartefakte. Der Nachteil: Die Datei wird so groß wie die rohe Pixelmenge. Mehr zum inneren Aufbau steht im Ratgeber Was ist eine .bmp-Datei.

JPG im Detail: clever komprimiert, klein, verlustbehaftet

JPG nutzt die Diskrete Kosinustransformation (DCT). Das Bild wird in Blöcke von 8 mal 8 Pixeln zerlegt, jeder Block wird in Frequenzanteile umgerechnet, und feine, hochfrequente Anteile werden gröber gespeichert oder ganz verworfen. Genau diese Quantisierung ist der verlustbehaftete Schritt. Wie viel verworfen wird, steuert der Qualitätsregler von 1 bis 100 Prozent. Bei hoher Qualität ist der Verlust unsichtbar, bei niedriger Qualität entstehen typische Artefakte: klotzige 8x8-Blöcke und Schlieren an scharfen Kanten.

JPG ist deshalb ideal für Fotos mit vielen weichen Farbverläufen, aber schwach bei harten Kanten wie Text, Logos oder Strichgrafik. Dort werden die Artefakte schnell sichtbar. Wie man die Qualität konkret einstellt, erklärt der Ratgeber die richtige JPEG-Qualität wählen.

Direkter Vergleich: BMP gegen JPG

Eigenschaft BMP JPG
Kompression Keine (verlustfrei) DCT, verlustbehaftet
Typische Dateigröße (Full HD) ca. 6 MB ca. 0,3 bis 0,8 MB
Qualität pixelgenau, kein Verlust je nach Stufe, Artefakte möglich
Transparenz (Alpha) nur selten (32-Bit), praktisch nein nein
Eignung Fotos gut, aber unnötig groß sehr gut
Eignung Text, Logo, Strichgrafik gut (scharf) schwach (Artefakte an Kanten)
Verbreitung im Web gering, oft nicht angezeigt überall darstellbar
Mehrfaches Speichern unkritisch verschlechtert das Bild

Wie groß ist der Größenunterschied wirklich?

Der Größenunterschied ist der Hauptgrund, warum man BMP überhaupt umwandelt. Bei einem unkomprimierten 24-Bit-Bild kann man die BMP-Größe leicht überschlagen: Breite mal Höhe mal 3 Byte. Ein Full-HD-Bild mit 1920 mal 1080 Pixeln ergibt also etwa 1920 x 1080 x 3 = rund 6,2 Millionen Byte, also circa 6 MB. Dasselbe Bild als JPG bei guter Qualität liegt oft unter 0,5 MB. Das entspricht einer Ersparnis von über 90 Prozent, ohne dass das Bild sichtbar schlechter aussieht. Warum BMP so groß wird, vertieft der Ratgeber Warum sind BMP-Dateien so groß.

Entscheidungstabelle nach Anwendungsfall

Situation Empfehlung Warum
Bild noch bearbeiten BMP verlustfrei, kein Qualitätsabbau bei Zwischenschritten
Archivieren in höchster Qualität BMP oder PNG verlustfrei, PNG aber deutlich kleiner
Foto per E-Mail oder Chat teilen JPG klein, überall darstellbar
Bild auf einer Website JPG (Foto) oder PNG (Grafik) schnelle Ladezeit, BMP wird oft gar nicht angezeigt
Screenshot mit Text PNG scharfe Kanten, JPG erzeugt hier Artefakte
Logo mit Transparenz PNG weder BMP noch JPG transportieren Transparenz zuverlässig

Was beim Umwandeln von BMP zu JPG passiert

Beim Umwandeln liest das Programm die verlustfreien Pixel der BMP und kodiert sie als JPG neu. Dabei greift einmalig die DCT-Kompression. Da JPG keine Transparenz kann, wird ein eventueller Alphakanal mit einer Hintergrundfarbe ersetzt, standardmäßig Weiß. Wichtig ist, dass dieser Schritt eine Einbahnstraße ist: Die weggeworfenen Details kommen nicht zurück, auch wenn man das JPG später wieder als BMP speichert. Mehrfaches Hin- und Herwandeln zwischen BMP und JPG verschlechtert das Bild bei jeder Runde. Wer die Qualität maximal erhalten will, wählt eine hohe Stufe, wie im Ratgeber ohne sichtbaren Qualitätsverlust beschrieben.

Und wo bleibt PNG?

Oft ist nicht JPG, sondern PNG die bessere Antwort. PNG ist wie BMP verlustfrei, aber dabei deutlich kleiner, weil es im Gegensatz zu BMP komprimiert. Zusätzlich kann PNG echte Transparenz. Für Grafiken, Logos, Screenshots mit Text und überall dort, wo Schärfe wichtig ist, ist PNG meist die richtige Wahl, während JPG seine Stärke bei klassischen Fotos ausspielt. Welches Zielformat in welcher Situation passt, klärt der Vergleich BMP in PNG oder JPG.

So wandelst du BMP in JPG um (Schritt für Schritt)

  1. Öffne den BMP-zu-JPG-Konverter auf bmp-jpg.de.
  2. Ziehe eine oder mehrere .bmp-Dateien in das Feld oder wähle sie aus. Es wird nichts hochgeladen.
  3. Stelle die JPEG-Qualität ein. Für die meisten Zwecke sind 85 bis 92 Prozent ein guter Wert.
  4. Lege bei Bedarf die Hintergrundfarbe fest, falls deine BMP transparente Bereiche hat (selten).
  5. Lade das fertige JPG herunter, bei mehreren Dateien gesammelt als ZIP.

Die gesamte Umwandlung läuft lokal in deinem Browser. Deine Datei verlässt dein Gerät nicht, es gibt keinen Server und kein Konto.

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Kostenlos, ohne Upload, ohne Anmeldung, direkt im Browser.

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Häufige Fragen

Was ist der Hauptunterschied zwischen BMP und JPG?

BMP speichert jeden Pixel verlustfrei und meist unkomprimiert, dadurch ist die Datei groß. JPG komprimiert verlustbehaftet, dadurch ist die Datei sehr klein, aber feine Details gehen unwiederbringlich verloren.

Ist BMP besser als JPG?

Weder noch, es kommt auf den Zweck an. BMP ist besser zum verlustfreien Zwischenspeichern und Weiterbearbeiten, JPG ist besser zum Teilen, Versenden und für das Web, weil es deutlich kleiner ist.

Verliere ich Qualität, wenn ich BMP in JPG umwandle?

Ja, technisch immer, weil JPG verlustbehaftet ist. Bei einer hohen Qualitätsstufe von 90 bis 95 Prozent ist der Verlust für das Auge jedoch praktisch nicht sichtbar, während die Datei oft über 90 Prozent kleiner wird.

Kann BMP Transparenz und JPG nicht?

Im Standardfall haben beide keine nutzbare Transparenz. Es gibt zwar seltene 32-Bit-BMP mit Alphakanal, JPG kann aber gar keine Transparenz. Wer Transparenz braucht, sollte PNG verwenden.

Quellen und Methodik

  • Microsoft: Bitmap-Speicherung und BITMAPINFOHEADER (Win32-Dokumentation).
  • ISO/IEC 10918-1 (JPEG): Grundlagen der DCT-basierten verlustbehafteten Kompression.
  • Größenangaben sind gerundete Beispielwerte für ein 24-Bit-Full-HD-Bild und können je nach Motiv und Qualitätsstufe abweichen.

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